Handlungsfähig im Krisenfall: openDesk als Notfallarbeitsplatz

Die IT-Bedrohungslage für Verwaltungen und Organisationen ist so ernst wie nie zuvor. Ransomware-Angriffe, DDoS-Attacken und Systemausfälle können binnen Stunden dazu führen, dass eine gesamte Institution zum Stillstand kommt – mit weitreichenden Folgen für Bürgerinnen und Bürger, Mitarbeitende sowie Kundinnen und Kunden.

Im Sinne des Business-Continuity-Managements ist die Geschäftsfortführung nach BSI-Standard 200-4 von zentraler Bedeutung. openDesk bietet sich dabei als Lösung für einen Notfallarbeitsplatz an. Doch welche Anforderungen muss ein solcher Notfallarbeitsplatz erfüllen, damit er im Ernstfall tatsächlich funktioniert?

In einem offenen Konsultationsprozess laden wir dazu ein, Anforderungen an die Nutzung und den Betrieb von openDesk als Notfallarbeitsplatz einzubringen.

Ziel des Konsultationsprozesses

Aufbauend auf den Ergebnissen des Förderprojekts „Cloudbasierte Kommunikation für kritische Infrastrukturen“ (CKKI), das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit Mitteln der Europäischen Union gefördert wurde, sollen weitere Anforderungen an die Nutzung von openDesk als Notfallarbeitsplatz spezifiziert werden.

Als Ausgangspunkt dient ein erster Kriterienentwurf, der zentrale Aspekte eines Notfallarbeitsplatzes beleuchtet: von der technischen Infrastruktur über Kommunikations- und Kollaborationsfunktionen bis hin zu Fragen der Datensicherheit, der organisatorischen Vorbereitung und der Aktivierungsgeschwindigkeit. Diese Kriterien bilden kein abgeschlossenes Dokument, sondern die Grundlage für die gemeinsame Kommentierung und Weiterentwicklung.

openDesk als Notfallarbeitsplatz ersetzt nicht den Vollbetrieb der Behörden-IT. Vielmehr sichert die Lösung Kommunikation, Koordination und grundlegende Dokumentenarbeit, wenn die produktive Umgebung ausfällt oder kompromittiert ist. Der Notfallarbeitsplatz ist damit weder ein Backup-Werkzeug noch eine vollständige redundante IT-Umgebung. Er ist ein BCM-Baustein im Sinne der Geschäftsfortführung nach BSI-Standard 200-4.

Weiterentwicklung

Die Anforderungen an das Produkt und den Betrieb von openDesk als Notfallarbeitsplatz werden bis zum 24. September 2026 offen und kollaborativ weiterentwickelt – gemeinsam durch das ZenDiS und die Community auf openCode. Wir laden herzlich dazu ein, Kommentare und Ideen beizusteuern.

Demo-Umgebung

Um openDesk im vollen Funktionsumfang zu testen, steht folgende Demo-Umgebung bereit:

Demo-Umgebung

User: thomas.schulz

Passwort: 0p3nD35k

Roadmap

Der Konsultationsprozess gliedert sich in drei Phasen:

  • Phase 1: Anforderungserhebung und Erprobung von openDesk im CKKI-Verbundprojekt

  • Phase 2: Aufbereitung der Ergebnisse und Einbindung zentraler Stakeholder des ZenDiS

  • Phase 3: Öffentliche Konsultation und Integration des Feedbacks über openCode bis zum 24. September 2026

Nutzung der Ergebnisse

Die Ergebnisse des Konsultationsprozesses werden nach dessen Abschluss vollständig veröffentlicht und fließen unmittelbar in die Weiterentwicklung von openDesk als Notfallarbeitsplatz für die öffentliche Verwaltung ein.

Ziel ist es, auf Basis eines breiten Konsenses ein Angebot zu schaffen, das die konkreten Anforderungen von Behörden auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene gezielt adressiert. Als browserbasierte Open-Source-Suite bietet openDesk bereits heute die technische Grundlage für einen souveränen Arbeitsplatz, der unabhängig vom primären IT-Betrieb aktiviert werden kann.

Ihre Rückmeldungen helfen dabei, Funktionsumfang, Betriebsmodell und Serviceleistungen passgenau weiterzuentwickeln.

Ein Projekt von:

Logo des ZenDiS